Zusatzbeiträge könnten einer Studie zufolge drastisch steigen

Das Kölner Institut für Gesundheitsökonomie sieht in der Zukunft einen massiven Anstieg der Zusatzbeiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung. Im Gegensatz zu Gesundheitsminister Philipp Rösler von der FDP rechnet das Institut im kommenden Jahr mit drastisch steigenden Zusatzbeiträgen für Arbeitnehmer und Rentner.

Das Institut für Gesundheitsökonomie in Köln unterliegt der Leitung des Gesundheitsexperten Karl Lauterbach von der SPD. Wie der „Kölner Stadt–Anzeiger“ am Donnerstag meldet, sagt das Institut einen durchschnittlichen Anstieg des Zusatzbeitrags auf 21 Euro Ende nächsten Jahres voraus. Bis zum Jahr 2013 könnte der Zusatzbeitrag sogar im Schnitt auf 33 Euro monatlich steigen. Für das Jahr 2020 sei ein weiterer Anstieg auf 120 Euro pro Versicherten und Monat denkbar, zitiert das Blatt das Institut weiter.

Im Zuge der Gesundheitsreform stieg der Beitragssatz zu Beginn des Jahres von 14,9 auf 15,5 Prozent. Vor wenigen Tagen hatte Rösler erklärt, dass er angesichts der guten Konjunktur für das Jahr 2012 bei nur wenigen Krankenkassen einen Zusatzbeitrag erwartet. Etwa jede zehnte der ca. 150 Krankenkassen erhebt derzeit einen Zusatzbeitrag.

Bild von tuev_sued

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Comments

  1. Inge Seegmüller says:

    warum nur für Arbeitnehmer und Rentner? werden andere kostenlos behandelt. Wir haben die Schnauze voll von ständig steigenden Beiträgen. Die Kassen wollen doch garnicht sparen. Man muss sich schon fragen wer da die Hand aufhält.Es muss endlich Schluss sein, wir können nicht die Wohlfahrt für die halbe Welt sein. Auch die ständige Aufnahme Fremder die nichts einzahlen, geht so nicht weiter. Wir wollen auch keine teuren Vorstände und Aufsichtsräte mehr. Ich möchte nicht nur für meine Abgaben arbeiten

    • Bo Ballin says:

      Geht mir genauso! Warum fusionieren die nicht alle (wieder) zu einer großen? Dann sparen die sich das 149-fache Gehalt und sonstige Kosten…Kinder, ist richtig wirtschaften denn so schwer?

      Hat Rößler eigentlich auch was außer Medizin studiert? Vielleicht was mit Wirtschaft…? Nein! Da haben wir ja das Problem! Ein FDP (Wirtschaft) Politiker (auch noch der Parteivorsitzende), der keine Ahnung vom Parteiprogramm hat…

      Außerdem: Seit wann hat der medizinische Sektor rentabel zu sein? Seit der Privatisierung…?!

      Hilfe, ich will zurück nach West-Berlin!!!

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