Zusatzbeitrag: Krankenkassen drohen säumigen Zahlern mit Pfändung

Im Umgang mit säumigen Versicherten verschärfen die gesetzlichen Krankenkassen mit Zusatzbeitrag den Ton. Derzeit lassen einige Kassen Pfändungen vorbereiten. Beispielsweise die Deutsche Angestellten Krankenkasse (DAK) will die seit Monaten fälligen Außenstände eintreiben. In einem letzten Schritt sind die Kassen offenbar dazu bereit, Renten oder Gehälter zu pfänden. Rund fünf Prozent der Mitglieder haben alleine bei der DAK den Zusatzbeitrag von acht Euro pro Monat nicht gezahlt.

Ein DAK-Sprecher bestätigte einen entsprechenden Bericht der „Bild“. „Die säumigen Versicherten werden nochmals schriftlich zur Zahlung aufgefordert“, so der Sprecher gegenüber dem Blatt. Sollte das nicht zum gewünschten Erfolg führen, werde eine Pfändung eingeleitet. Dem Bericht zufolge hat die DAK und die City BKK Daten ihrer Verischerten, die den Zusatzbeitrag nicht gezahlt haben, an die zuständigen Hauptzollämter weitergegeben.

Eigenen Angaben zufolge haben rund 220.000 Mitglieder der 4,6 Millionen Versicherten bei der DAK den 2010 eingeführten Zusatzbeitrag nicht gezahlt. Bei der Kasse stehen die säumigen Versicherten mit bis zu 104 Euro in der Kreide. Insgesamt 13 gesetzliche Krankenkassen verlangen derzeit bundesweit einen Zusatzbeitrag. Dabei reicht die Spanne von 8 bis 15 Euro im Monat.

Bild von rosmary

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