Zahnärzte wollen Honorar-Erhöhung um 69 Prozent

Die Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ) soll noch in diesem Jahr neu geordnet und erhöht werden. Dabei fordert der Verband der Deutschen Zahnärzte eine sofortige Erhöhung ihrer Honorare von 69 Prozent. Das berichtet die „Bild“. Als eine Art Sofortmaßnahme fassten sie diesen Beschluss auf ihrer Hauptversammlung im Oktober 2010. In der Begründung der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung heißt es laut dem Bericht, dass man den „nachgewiesenen Anstieg der betriebswirtschaftlichen Kosten seit 1988 vollständig in die Festsetzung der Honorare einfließen lassen“ müsse.

Doch wie das Blatt weiter berichtet, liegt ihm eine Studie des Wissenschaftlichen Institut der Privatkassen vor, die besagt, dass die Gebührenordnung jetzt schon um etwa 70 Prozent über dem Honorarniveau der gesetzlichen Krankenkassen liegt. Immer mehr Leistungen müssten die Kassenpatienten selbst zahlen, diese werden dann zu den deutlich höheren Preisen bei der GOZ abgerechnet anstatt zum einheitlichen Bewertungsmaßstab für zahnärztliche Leistungen (Bema).

Zudem würden die Patienten von Zahnärzten in Deutschland bei einer Erhöhung der geforderten 69 Prozent pro Jahr 6,8 Milliarden Euro mehr bezahlen. Schon eine Erhöhung um elf Prozent, wird von einigen Ärztevertretern als „Minimum“ bezeichnet, würde die Kassenpatienten rund 1,1 Milliarden Euro pro Jahr zusätzlich kosten.

Bild von bebal

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Comments

  1. Linus o'Carson says:

    … vielleicht gerechtfertigt im betriebswirtschaftlichen Sinn. 6.8 Mrd Euro würden aber gesellschaftlich mehr Sinn machen, wenn es NICHT die Zahnärzte bekämen sondern Alleinerziehende, Hartz4-Empfänger, Asylsuchende, Ärtzte, die Illegale kostenfrei behandeln,….. da fiele mir viel ein. Dentisten, mit Verlaub, eher nicht!

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