Witwer von Maria Bögerl nimmt sich das Leben

Thomas Bögerl ist ein Jahr nach der Entführung und Ermordung seiner Ehefrau Maria Bögerl in seinem Haus von der Putzfrau erhängt aufgefunden worden. Ob es sich um Selbstmord handelt, ist noch nicht bekannt.

Denn die bisherigen Ermittlungen der Aalener Kriminalpolizei in der Wohnung des Verstorbenen haben bis dato noch keine Hinweise ergeben, die gegen einen Suizid sprechen, wie die Staatsanwaltschaft Ellwangen und die Polizeidirektion Aalen in einer gemeinsamen Pressemitteilung erklärten. Demnach wurde Bögerl gegen 11.30 Uhr in seinem Wohnhaus von einer Zugehfrau erhängt im Fitnessraum aufgefunden. Nach Angaben der Polizei hinterließ er einen kurzen Abschiedsbrief, aus dem sich allerdings keine Hinweise auf seine Beweggründe ergeben. Derzeit werde die Leiche von Thomas Bögerl obduziert, mit ersten Ergebnissen werde am heutigen Dienstag gerechnet, so die Polizei weiter. Zurück bleiben die beiden Kinder Christoph (25) und Carina (28). Innerhalb von 14 Monaten verloren sie auf tragische Weise Vater und Mutter.

Am 12. Mai 2010 wurde die Bankiersgattin Maria Bögerl aus ihrem Heidenheimer Haus entführt. Nur wenig später erreichte Thomas Bögerl ein Anruf: Ein Mann verlangte 300.000 Euro in kleinen Scheinen. Doch die Lösegeldübergabe scheiterte. Die Familie wandte sich daraufhin eine Woche später in einer dramatischen TV-Ansprache an die Entführer. Doch am 3. Juni erreichte sie dann die traurige Gewissheit: Ein Spaziergänger fand nur rund 1000 Meter von der Lösegeld-Übergabestelle entfernt die Leiche von Maria Bögerl.

Bild von extranoise

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