WikiLeaks-Gründer Assange will angeblich nun doch kein Buch veröffentlichen

Aus Angst, US-Ermittler könnten Informationen gegen ihn verwenden, wird der WikiLeaks-Gründer angeblich nun doch kein Buch über sein Leben veröffentlichen. Julian Assanges Verlage sollen von der Entscheidung wenig begeistert sein.

Das meldet der britische „Guardian“ unter Berufung auf Verlagsquellen. Noch im vergangenen Dezember hatte Assange die Rechte an seinen Memoiren für umgerechnet rund eine Million Euro an die Verlagshäuser Canongate und Alfred A. Knopf verkauft. Zu jener Zeit hatte der Australier noch erklärt, das Buch, das der schottische Autor Andrew O’Hagan mit verfassen sollte, werde „eins der einheitsstiftenden Dokumente unserer Generation werden“. Offenbar hat er aber nun den Vertrag platzen lassen. Wie die britische Zeitung weiter berichtet, fürchtet Assange, die Memoiren könnten in ihrer gegenwärtigen Form den amerikanischen Ermittlungsbehörden helfen, ihn in die USA ausliefern zu lassen.

Hier wird wegen des Verdachts terroristischer Aktivitäten im Zusammenhang mit WikiLeaks gegen den Australier ermittelt. Zum Stand der Verhandlungen will sich Canongate solange nicht äußern, bevor der Londoner High Court kommende Woche entscheidet, ob sich Assange den schwedischen Behörden stellen muss. Derzeit ist in Schweden ein Verfahren gegen ihn anhängig.

Bild von espenmoe

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