Wegberger Klinik-Skandal: Vier Jahre Haft für Chefarzt

Vor dem Landgericht Mönchengladbach ist der ehemalige Chefarzt der Klinik Wegberg zu vier Jahren Haft verurteilt worden. Der Mediziner war unter anderem wegen Körperverletzung mit Todesfolge angeklagt. Zudem erhielt der 54-Jährige ein mehrjähriges Berufsverbot sowie eine Geldstrafe.

In dem wohl größten Arztrechtsprozess in der Geschichte ist der frühere Eigentümer und Chefarzt der Klinik Wegberg nun verurteilt worden. Das Landgericht Mönchengladbach sprach am Montag das Urteil gegen den Arzt und bekannte ihn der Körperverletzung mit Todesfolge, der fahrlässigen Tötung, der schweren Körperverletzung und der fahrlässigen Körperverletzung für schuldig. Ohne Not habe der Mediziner Patienten operiert und zum Teil tödliche Behandlungsfehler begangen. Das Berufsverbot für die Mediziner beläuft sich auf vier Jahre, zudem muss der 54-Jährige 30.000 Euro an die Hinterbliebenen zahlen.

Der zuständige Richter erklärte, dass der Arzt unnötiges Leid über zahlreiche Patienten und deren Angehörige gebracht habe. Unmittelbar vor Prozessende hatte der Angeklagte ein Geständnis abgelegt und seine Behandlungsfehler eingeräumt. Der 54-Jährige hatte unter anderem gestanden, dass er bei unnötigen Operationen Organe entfernt oder frische Operationswunden mit Zitronensaft desinfiziert habe. Eigenen Angaben zufolge sei er als Eigentümer und Chefarzt der Klinik Wegberg schlichtweg überlastet und überfordert gewesen.

Bild von loop_oh

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