Wahl in Hamburg 2011: Triumphaler Sieg für die SPD

Mit einem Erdrutschsieg hat die SPD in Hamburg das Superwahljahr eingeläutet. Mit ihrem Spitzenkandidaten Olaf Scholz eroberten die Sozialdemokraten die Hansestadt Hamburg nach neun Jahren Opposition mit der absoluten Mehrheit der Sitze zurück. Die CDU unter Christoph Ahlhaus erlebte ein Debakel und wurde abgewählt. Nach dem zunächst vorläufigen Ergebnis des Landeswahlleiters errangen die Sozialdemokraten 48,3 Prozent. Vor drei Jahren waren es noch 34,1 Prozent. Nach den Hochrechnungen von ARD und ZDF reicht das für 62 Sitze. Damit hätte die SPD in Hamburg die absolute Mehrheit. Es handelt sich aber nur um ein vorläufiges Ergebnis der Zweitstimmen, dass die Landeswahlleiter aufgrund des komplizierten neuen Wahlrechts zunächst veröffentlichten. Die Christdemokarten kamen nur auf 21,9 Prozent. Im Jahr 2008 hatte die CDU noch 42,6 Prozent der Stimmen.

Großer Jubel war bei der FDP festzustellen, denn mit 6,6 Prozent nach 4,8 Prozent vor drei Jahren wurde die Fünf-Prozent-Hürde klar geschafft. Auch die Grünen verbesserten sich von 9,6 Prozent auf 11,2 Prozent. Dagegen stagniert Die Linke bei 6,4 Prozent. Die genaue Wahlbeteiligung wird wohl erst morgen Mittag feststehen, sie wird etwa bei 57 Prozent liegen und damit niedriger als 2008 (63,5) sein. Verdreifacht zum Jahr 2008 hat sich die Zahl der ungültigen Stimmen mit rund 24.000. Grund könnte das neue komplizierte Wahlrecht gewesen sein, mit dem die knapp 1,3 Millionen Wahlberechtigten abstimmten.

Vor allem Ahlhaus wird das schlechte Abschneiden der CDU angelastet. Seit dem Abgang seines Vorgängers Ole von Beust im Sommer des vergangenen Jahres hatte es der Politiker nicht geschafft, einen Amtsbonus aufzubauen. Große bundespolitische Bedeutung wurde der Hamburg-Wahl aber von allen Seiten nicht zugesprochen. Denn selbst die Sozialdemokraten sahen in ihrem Sieg keine Vorreiter-Rolle für die anstehenden Landtagswahlen. Im März stehen nun die Wahlen in Baden-Württemberg, Sachsen-Anhalt und Rheinland-Pfalz an.

Bild von SPD in Niedersachsen

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Comments

  1. Ich würde es besser finden, wenn in der Balkengrafik auch die Nichtwähler enthalten wären.
    Der Sinn einer Wahl besteht ja darin, ein Spiegelbild der Meinungen zu bekommen und wenn 50% der Wähler noch nicht einmal zur Wahl hingehen, dann ist dies ein sehr wichtiges Teilergebnis.

  2. jede Nichtwählerstimme ist eine Stimme für die siegreiche Partei. Also danke ihr Nichtwähler, dass ihr indirekt SPD unterstützt habt

  3. Die gut 50% die nicht bei der Wahl waren,warten auf eine Partei die ihre Meinung vertritt.
    Sie Warten darauf das ein ganz bestimmter Mensch seine Meinung durch eine eigene
    Partei vertritt.
    Aber das wird leider nicht so kommen… Schade.

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