Viele Kneipen sind immer noch verqualmt

Ungeachtet des Nichtraucherschutzgesetzes sprach das Deutsche Krebsforschungszentrum (dkfz) in Heidelberg bei der Präsentation seiner Untersuchung in zehn Bundesländern von einem „alarmierenden Ergebnis“. Demnach waren rund 80 Prozent der Bars und Kneipen nach wie vor verqualmt.

Im Februar und März diesen Jahres überprüften die Wissenschaftler sämtliche Gaststätten im Innenstadtbereich von Kiel, Mainz, Düsseldorf, Hannover, Magdeburg, Schwerin, Wiesbaden und Stuttgart. In München und Berlin wurden zudem zwei weitere Stadtbezirke mit hoher Kneipendichte analysiert. Die Forscher kommen nach dem Besuch von insgesamt 2939 Betrieben zu dem Schluss, dass in der getränkegeprägten Gastronomie auch heute noch vier von fünf Betriebe verqualmt sind. Der Studie zufolge sei in Betrieben mit Raucherräumen die Schadstoffbelastung selbst in Nichtraucherbereichen messbar, da der Rauch in die angrenzenden Räume vordringe.

Der Studie zufolge ist Düsseldorf das Schlusslicht in Sachen Nichtraucherschutz unter den geprüften Landeshauptstädten. Demnach gebe es hier nicht nur die meisten Raucherkneipen, sondern auch die meisten Verstöße. München bietet den besten Gesundheitsschutz. In München gilt seit August 2010 ein generelles Rauchverbot im Gastgewerbe. Hier machen nach Angaben des dkfz „nur“ 17 Prozent der Getränkegaststätten von der einzig verbliebenen Ausnahmeregelung, geschlossene Gesellschaften, Gebrauch. Nichtraucherschutzgesetze gibt es in allen Bundesländern. Bayern hat dabei die schärfste Regelung und sprach sich nach einem Volksentscheid im vergangenen Jahr für das strikte Rauchverbot in allen Gaststätten aus.

Bild von voidStern

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Comments

  1. Gegen Verbote says:

    Das ganze Rauchverbot unter dem Aspekt des Gesundheitsschutzes ist für mich Hysterie.

    Es gibt keine wissenschaftlich belegbare Studie die eindeutig den Nachweis erbringt das Passivrauch schädlich ist. Es ist doch wissenschaftlich gar nicht belegbar, ob jemand Krebs bekommt weil er
    - das Gen dazu hat,
    - KFZ-Abgase eingeatmet hat,
    - Industrieabgase eingeatmet hat,
    - sich in der Wohnung giftige Gase befinden z.B. PVC, Teppichböden, Kinderspielzeug….
    - weil er Farbstoffe auf der Arbeit einatmet
    - radioaktive Pilze aus dem Süden Deutschland gegessen hat
    - Pestizid verseuchte Lebensmittel usw.

    Feinstaub und giftige (krebserregende) Stoffe gibt es eine ganze Menge in unserer unmittelbaren Umgebung. Wenn man überall Verbote erlassen würde, würde unsere Wirtschaft nicht mehr funktionieren. Oder können Sie sich ein Leben ohne KFZ vorstellen? Wer bringt dann die Waren in unsere Geschäfte?

    In eine Rauchergaststätte muss ich nicht gehen. Aber ich muss in den Lebensmittelladen, weil ich Hunger und Durst habe und ich muss meine Wohnung lüften. Dabei bekomme ich auch ausreichend Umweltgifte ab.

    Und wenn die Nichtraucher rauchfreie Gaststätten haben möchten, können Sie diese doch eröffnen, die müssten doch boomen! Nein Sie haben aber selber Angst eine solche Gastronomie zu eröffnen und treiben lieber die bestehenden Gastronomen in den Ruin.

    Rauchverbot in öffentliche Häusern Behörden, Schulen, Kindergarten, U-Bahn alles ok, denn da muss jeder irgendwann einmal hin.

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