US-Sonde Messenger erreicht den Merkur

Die US-Sonde „Messenger“ war über sechs Jahre lang unterwegs und hat jetzt ihr Ziel fast erreicht. Nun steht sie unmittelbar davor, in eine Umlaufbahn um den Merkur einzuschwenken. Damit wäre „Messenger“ die erste Sonde, die den innersten Planeten des Sonnensystems aus dieser Perspektive erkundet. Bereits vor drei Jahren hatte die Sonde bei einem Vorbeiflug ca. 1200 Bilder und andere Daten vom Merkur zur Erde gefunkt.

Durch die Beobachtungen der Sonde hoffen Astronomen, Teleskopaufnahmen und andere Daten von fernen Exoplaneten besser deuten zu können. Mit einem Durchmesser von rund 4800 Kilometern ist der Merkur nur etwas größer als der Mond der Erde. In der Nacht zum Freitag wird „Messenger“, soweit alles nach Plan verläuft, stark abbremsen und in einen Orbit mindestens 200 Kilometer über den Merkur einschwenken. Die Sonde umrundet in der angepeilten Höhe den Planeten einmal binnen zwölf Stunden.

Dabei soll „Messenger“ erkunden, wie die Oberfläche des Merkurs beschaffen ist. Zudem soll das magnetische Feld analysiert und die biologischen Prozesse auf dem planetaren Winzling genauer ergründet werden. Mit diesem Manöver beginnt für „Messenger“ der letzte Teil ihrer langen Reise: Die Sonde wird zum Ende ihrer Mission auf den Planeten stürzen.

Bild von Alnitak2009

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