Thomas Wolf: Entführer packt aus und entschuldigt sich

Der 58-jährige Thomas Wolf galt lange als gefährlichster und rücksichtslosester Verbrecher Deutschlands. Nun versucht er vor Gericht, sein Bild zurechtzurücken. Denn für ihn geht es darum, ob er sein Leben hinter Gittern beenden wird.

Wolf erklärte am Freitag vor dem Landgericht Wiesbaden, dass er sich bei der Frau und ihrer Familie entschuldigen möchte, obwohl er weiß, dass es damit nicht getan sei. Er blickte dabei zu der Frau, die er einst entführte und in einem Wald an einen Baum fesselte. Thomas Wolff hatte im März 2009 die heute 44-Jährige aus ihrem Zuhause in Wiesbaden entführt. Im Anschluss forderte er von ihrem Ehemann, einem leitenden Bankangestellten, 1,8 Millionen Euro Lösegeld. Am 28. Mai 2009 wurde der 58-Jährige gefasst, nachdem er zwei Monate lang auf der Flucht war.

Seit Mittwoch steht er nun wegen Entführung vor Gericht. Er legte ein Geständnis ab und kämpfte dabei immer wieder mit den Tränen. Sein Manuskript für die Aussage umfast 100 Seiten und schildert den Werdegang des Schwerverbrechers beginnend in seiner Kindheit. Offenbar sieht sich der 58-Jährige als Opfer widriger Umstände. Wolf wird vor allem, wenn es um seine Kindheit geht, emotional. Nachdem seine Mutter jahrelang ein Verhältnis hatte, folgte schließlich die Trennung vom Vater. Wolf erklärte weiter, dass er bei seiner Mutter bleiben musste, die sich aber nicht um ihn kümmerte. Stattdessen verfiel sie dem Alkohol. Mit ihrem neuen Mann war Streit an der Tagesordnung.

Bild von loop_oh

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