Thilo Sarrazin bleibt Mitglied in der SPD

Thilo Sarrazin bleibt nun doch Mitglied in der SPD. Das zweite Ausschlussverfahren endete nun mit einer gütlichen Einigung. Der Ex-Bundesbanker ist wegen seiner Integrationsthesen heftig umstritten.

Wie am Donnerstag bekannt gegeben wurde, haben alle vier Antragsteller ihre Ausschlussanträge auf Basis einer Erklärung von Sarrazin zurückgezogen – darunter auch die Bundes-SPD. Das gab Sybille Uken, Vorsitzende der Schiedskommission des Berliner Kreisverbandes Charlottenburg-Wilmersdorf, bekannt. Dieselbe Schiedskommission hatte Sarrazin im Dezember 2009 vom Vorwurf rassistischer Äußerungen und parteischädigenden Verhaltens freigesprochen. Uken betonte, dass man eine respektvolle sowie konstruktive, intensive und ernsthafte Diskussion geführt habe. Die Vorsitzende erklärte weiter, dass die Anwesenden sich drauf geeinigt hätten, dass man die Partei nicht auseinanderdividieren lasse. SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles lehnte im Anschluss eine Stellungnahme ab. Sie hatte den Ausschlussantrag begründet. Noch vor der Sitzung hatte sie gehofft, dass sie mit ihren Argumenten die Kommission überzeugen könne.

Aufgrund der provokanten Thesen zur Integration wurde Sarrazin parteischädigendes Verhalten vorgeworfen. Sarrazin gehört seit 1973 der SPD an. Vor der Anhörung hatte der Ex-Bundesbanker Berufung vor der Landesschiedskommission angekündigt.

Bild von oparazzi photos

Share and Enjoy:
  • Print
  • Digg
  • StumbleUpon
  • del.icio.us
  • Facebook
  • Yahoo! Buzz
  • Twitter
  • Google Bookmarks

Kommentar verfassen