Telekom verkauft T-Mobile USA an AT&T

Bei der T-Mobile USA zieht die Deutsche Telekom die Reißleine und verkauft ihre US-Tochter an den wesentlich größeren Rivalen AT&T für insgesamt 39 Milliarden Dollar. Vor rund zehn Jahren war der viertgrößte Mobilfunkanbieter der Vereinigten Staaten vom damaligen Telekom-Chef Ron Sommer noch angepriesen worden. Doch dann schlitterte das Unternehmen vor einigen Jahren in die Dauerkrise. Auch Chef Rene Obermann bekam die Situation nicht in den Griff und wählte jetzt mit dem Komplettausstieg die radikalste aller Lösungen.

Der Bonner Konzern bekommt von AT&T umgerechnet 27,5 Milliarden Euro. Rund 25 Milliarden Dollar werden von der Gesamtsumme (39 Milliarden Dollar) in bar fällig. AT&T will den Rest in eigenen Aktien entrichten. Bis zu acht Prozent erhalte die Telekom an AT&T, das teilte der deutsche DAX-Konzern mit. Die Deutsche Telekom steigt somit zum größten Minderheitsaktionär des US-Unternehmens auf. Der Übernahme haben bereits die Gremien beider Unternehmen zugestimmt.

„Heute ist ein guter Tag für die Deutsche Telekom“, so Vorstandschef Obermann. Demnach werden anstehende Investitionen, wie beispielsweise der Ausbau schnellerer Netze in Europa, erheblich einfacher, während die Bilanz gestärkt werde. Mit dem Erlös will der Bonner Konzern seine Verbindlichkeiten um etwa 13 Milliarden Euro verringern. Für den Rückkauf eigener Aktien sind rund fünf Milliarden Euro geplant, erklärte die Telekom weiter.

Bild von Adrian Nier

Share and Enjoy:
  • Print
  • Digg
  • StumbleUpon
  • del.icio.us
  • Facebook
  • Yahoo! Buzz
  • Twitter
  • Google Bookmarks

Kommentar verfassen