Taurus-XL-Trägerrakete stürzt mit neuem Klima-Satelliten ab

Eigentlich sollte der Satellit „Glory“ die Wirkungen von Schwebstoffen auf das Wetter untersuchen. Doch die Nasa verlor am Freitag ihren 424 Millionen US-Dollar (300 Millionen Euro) teuren Klima-Satelliten. Wie die US-Weltraumbehörde mitteilte, hat der Satellit seine Umlaufbahn um die Erde nicht erreicht. Nur wenige Minuten nach dem Start ins All trat ein Problem auf.

Zunächst startete die Taurus-XL-Trägerrakete, die den Satelliten ins All transportieren sollte, planmäßig vom kalifornischen Luftwaffenstützpunkt Vandenberg. Wenige Minuten nach dem Start löste sich eine Schutzhülle nicht wie vorgesehen. Damit war die Rakete zu schwer und stürzte ab, da sie nicht die nötige Geschwindigkeit erreichte. Omar Baez von der US-Raumfahrtbehörde erklärte, dass sich der Satellit und die Rakete „irgendwo im südlichen Pazifik“ befinden.” „Glory” sollte eigentlich die Wechselwirkung zwischen Erdatmosphäre und Sonnenenergie untersuchen. Der Satellit war mit Instrumenten ausgestattet, die Schwebstoffe in der Erdatmosphäre messen sollten. Aufgrund der Daten erhoffte sich die Wissenschaft, Informationen darüber zu erhalten, wie die winzigen Partikel auf das Klima wirken.

Vor zwei Jahren musste die Nasa bereits einen ähnlichen Misserfolg verbuchen. Zu jener Zeit stürzte der Satellit in der Nähe der Antarktis ins Meer. Er sollte Daten über den weltweiten Kohlendioxid-Ausstoß sammeln.

Bild von http2007

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