Studie: Zeitarbeiter sind häufiger krank

Einer Studie der Techniker Krankenkasse (TK) zufolge sind Leiharbeiter häufiger krankgeschrieben als Festangestellte. Im Durschnitt fehlen Zeitarbeiter 15 Tage im Jahr – und damit 3,5 Tage mehr als Direktbeschäftigte in Betrieben.

Nach Angaben der Krankenkasse entspricht dies einem Anstieg von zwölf Prozent im Vergleich zu 2008. Die TK nennt als Hauptursache für die höheren Fehlzeiten die oftmals körperlich belastenden Jobs. Allerdings liege die Ursache zu einem Drittel aber in der Zeitarbeit selbst. Offenkundig gingen mangelnde Entwicklungsmöglichkeiten, Arbeitsplatzunsicherheit, die Wechsel der Einsatzorte und die Entlohnung auf der Basis von Mindestlöhnen „auf die Nerven und auf die Knochen“. „Wir wissen, dass viele Leiharbeiter in den einzelnen Berufssparten für die weniger wertigen, schwereren Arbeiten eingesetzt werden“, so Wiebke Arps vom betrieblichen Gesundheitsmanagement der TK. „Fällt einer von ihnen krankheitsbedingt aus, ist es für den Entleiher einfacher, einen neuen Mitarbeiter über die Zeitarbeitsfirma zu bekommen, als wenn das Stammpersonal ausfällt.“

Laut der TK-Erhebung sind Muskel-Skelett-Erkrankungen Spitzenreiter bei den Diagnosen unter Zeitarbeitern. Sie verursachten im vergangenen Jahr pro Kopf 3,4 Fehltage. Zudem gehören psychische Störungen zu den Hauptursachen für Fehlzeiten. Im vergangenen Jahr meldete sich jeder Zeitarbeiter im Durchschnitt knapp zwei Tage psychisch bedingt arbeitsunfähig.

Bild von labormikro

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