Studie: Junge Arbeitnehmer fehlen doppelt so häufig wie ihre älteren Kollegen

Junge Arbeitnehmer in Deutschland fehlen doppelt so häufig bei der Arbeit wie ihre älteren Kollegen. Allerdings sind sie in der Regel nicht so lange krankgeschrieben, wie die älteren Mitarbeiter. Das geht aus einer aktuellen Studie der Techniker Krankenkasse (TK) hervor.

Demnach fehlen 15- bis 25-Jährige durchschnittlich zweimal pro Jahr, das ist knapp doppelt so häufig wie ältere Kolleginnen und Kollegen. Die älteren Beschäftigten sind nur einmal jährlich krank. Die Krankschreibung dauert unter den jüngsten Beschäftigten im Alter von 15 bis 19 Jahren nur knapp sechs Tage. Bei den über 55-Jährigen sind es schon fast 19 Tage. „Krankheiten wie Rückenschmerzen, Herz-Kreislauf-Beschwerden und psychische Störungen, die erfahrungsgemäß sehr langwierig sind, treten bei älteren Erwerbstätigen häufiger auf“, so TK-Expertin Gudrun Ahlers.

„Von den Berufseinsteigern werden heute immer vielfältigere Qualifikationen und Flexibilität erwartet“, so Ahlers weiter. „Dazu kommt häufig die Unsicherheit durch befristete Arbeitsverhältnisse, die es immer schwerer machen, Zukunft zu planen und Familie und Beruf miteinander zu vereinbaren.“ Daher sei es wichtig für die Unternehmen, angesichts der demografischen Entwicklung in der Bundesrepublik und der damit verbundenen sinkenden Zahl qualifizierter Fachkräfte, die Gesundheit der Angestellten langfristig zu fördern und zu erhalten.

Bild von labormikro

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