Studie: Deutschland wird zum Land der Erben

Die Bundesbürger waren nie älter und nie hatten sie mehr Geld. Daher kommt auf die Republik die größte Welle an Erbschaften in der Geschichte zu. Aus einer am Mittwoch veröffentlichten Studie der Postbank geht hervor, dass über die Hälfte aller Deutschen schon einmal geerbt hat oder in den nächsten Jahren eine Erbschaft erwartet.

Demnach geben 32 Prozent an, schon einmal geerbt zu haben, weitere 23 Prozent erwarten eine Erbschaft in den kommenden Jahren. Der Studie zufolge erben Frauen aufgrund ihrer höheren Lebenserwartung mehr und häufiger als Männer. Auch regional gibt es Unterschiede. So erben Westdeutsche deutlich mehr als Ostdeutsche. Ihr Geld wird zu 75 Prozent vererbt. Dabei liegt der Wert aber zu 58 Prozent unter 50.000 Euro. Knapp ein Fünftel der Westdeutschen haben demnach schon über 100.000 Euro erhalten. Bei den Ostdeutschen ist diese Summe bei knapp drei Prozent der Fall. Im Westen ist der Wert in 45 Prozent aller Fälle unter 25.000 Euro, hieß es weiter. Im Osten sind es 61 Prozent, die unter dieser Summe bleiben.

In 17 Prozent der Fälle gibt es Streit um das Erbe. In der Bundesrepublik erhielten 15 Prozent der Erben zwischen 100.000 und 500.000 Euro und ein Prozent über 500.000 Euro. Der Studie zufolge werden Immobilien in 38 Prozent vererbt, in 34 Prozent Möbel, zu 30 Prozent Schmuck und zu 18 Prozent Kleidung. Dabei kommt das Erbe zu 74 Prozent von den Eltern, zu 22 Prozent von den Groß- und Urgroßeltern. Nur zu jeweils 14 Prozent erbt man von Onkel/Tante oder den Schwiegereltern. Vom Ehe- oder Lebenspartner sind es neun Prozent.

Bild von wfabry

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