Strompreise sollen erneut steigen – erstmals Kosten beziffert

Die Stromkosten in Deutschland werden aufgrund einer Entscheidung von der EU, die Energienetze in der Gemeinschaft für ca. 200 Milliarden Euro auszubauen, steigen. Damit werden sich die Belastungen für den Bürger in der Bundesrepublik weiter erhöhen. Es wäre nicht die erste Erhöhung der Stromkosten in den letzten Monaten.

In einem Interview mit dem „Hamburger Abendblatt“ nannte der Brüsseler Energiekommissar Günther Oettinger Zahlen. „Es geht um ein bis zwei Cent pro Kilowattstunde. Damit lassen sich die neuen Leitungen und weitere Speicherkapazitäten finanzieren“, so Oettinger gegenüber dem Blatt. „Wenn wir das Energienetz nicht ausbauen, ist die Gefahr eines Stromausfalls sehr real.“

Wie der Energiekommissar weiter erklärt, beeinträchtige der geplante Ausbau erneuerbarer Energien die Versorgungssicherheit. „Daher brauchen wir perfekte Netze, die Schwankungen ausgleichen können”, erklärt Oettinger. Bei ihrem jüngsten Gipfel in Brüssel hatten die Staats- und Regierungschefs der EU die Modernisierung der Energieinfrastruktur beschlossen. Die nötigen Investitionen müssten aber privat finanziert werden. „Dazu ist es geboten, die nationalen Regulierungsgesetze zu ändern“, so Oettinger. „Die Regulierungsbehörden müssen den Energieversorgern ermöglichen, mit einem Teil des Strompreises Rücklagen für Investitionen zu bilden.“

Bild von claaser

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