Streit um Facebook offenbar doch nicht beendet

Eigentlich schien der jahrelange Streit zwischen den beiden Winklevoss-Zwillingen und Mark Zuckerberg als beendet, nachdem gestern bekannt wurde, dass die beiden Brüder nicht vor das Oberste Gericht der USA ziehen wollen.

Doch der Streit geht überraschend in eine neue Runde. Die Zwillinge, die Zuckerberg Ideenklau vorwerfen, preschten am Donnerstag mit neuen Vorwürfen vor. Das berichten zahlreiche Medien übereinstimmend, unter anderem die „Bild“. Eigentlich hatten Tyler und Cameron Winklevoss Stunden zuvor ihren Gang zum Obersten Gericht in Washington abgeblasen. Jetzt frischen die Zwillinge aber eine separate Klage in Boston auf. Das berichten mehrere Medien übereinstimmend. Nun wollen sie klären lassen, ob Facebook und Zuckerberg ihnen vor dem Vergleich wichtige Informationen vorenthalten haben.

Die Winklevoss-Zwillinge werfen Zuckerberg vor, während der gemeinsamen Studienzeit ihre Idee zum sozialen Onlinenetzwerk ConnectU („Vernetze Dich“) gestohlen zu haben. Zu jener Zeit hatten die Brüder und ihr Freund Divy Narendra Zuckerberg mit der Weiterentwicklung ihres Programms beauftragt. Zuckerberg habe sich nicht an den Vertrag gehalten und im Februar 2004 mit Facebook ein eigenes Netzwerk gestartet.

Vor zwei Jahren hatte sich Zuckerberg mit den Zwillingen geeinigt. Demnach sollten sie 20 Millionen Dollar in bar und Facebook-Anteile im Wert von damals 45 Millionen Dollar bekommen. Die Zwillinge wollten die Einigung annullieren lassen, nachdem ein Streit über den tatsächlichen Wert der Facebook-Anteile ausgebrochen war.

Bild von martinvarsavsky

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