Sprossen aus Niedersachsen unter EHEC-Verdacht

Schon heute sollen nach der Warnung vor Gemüse-Sprossen mehr Informationen über eine mögliche Quelle des Darmkeims EHEC bekannt gegeben werden. Dabei stehen vor allem Sprossen von einem Biohof in Niedersachsen unter Verdacht, die Epidemie ausgelöst zu haben. Zudem ist ein Restaurant in Lübeck im Visier der EHEC-Ermittler. Derzeit ist aber noch nicht klar, ob sich noch Ware, die mit EHEC verseucht ist, im Handel befindet. Die Warnung vor Gurken, Tomaten und Blattsalaten hält zudem immer noch Bestand.

Nach Angaben von Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) steht aber noch nicht sicher fest, ob das Sprossengemüse aus Niedersachsen tatsächlich der Verursacher der EHEC-Seuche in Deutschland ist. „Wir haben zwar deutliche Hinweise darauf, dass ein Betrieb aus Uelzen offensichtlich eine Infektionsquelle ist, aber wir müssen die Bestätigung der Labortests abwarten“, so Bahr am Sonntag bei „Anne Will“. Am gestrigen Sonntag hatte das niedersächsische Agrarministerium erklärt, dass der Biohof im Ort Bienenbüttel eine mögliche EHEC-Quelle sei. Über Zwischenhändler vertreibt man hier teils Sprossenmischungen, die nun alle unter Infektionsverdacht stehen. Allerdings fehle noch der letzte Beweis. Erst am Montag solle es gesicherte Erkenntnisse geben. Am Sonntagabend sprach Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister in der ARD von einer „heißen Spur“.

Schon 21 Menschen wurden durch EHEC getötet, vor allem in Norddeutschland. Nach der falschen Warnung vor spanischen Gurken ging auch eine Spur zu einem Lübecker Gasthaus. Hier sollen sich 17 Patienten mit EHEC infiziert haben.

Bild von Like_the_Grand_Canyon

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