Skimming: EC-Betrug trifft bis zu 200.000 Kunden

Das Problem des „Skimmings“ wird in Deutschland immer größer. Das Ausspähen der Geheimnummern und Kartendaten stieg von 2058 Fällen im Jahr zuvor auf 3183 Fälle an. Das teilte der Präsident des Bundeskriminalamtes (BKA), Jörg Ziercke, mit.

Die Zahl entspricht einer Steigerung um 55 Prozent. Das BKA schätzt den Schaden für 2010 auf 60 Millionen Euro. Im Jahr zuvor waren es 40 Millionen Euro. Demnach seien bis zu 200.000 deutsche Kunden betroffen gewesen. Das genaue Ausmaß ist nicht bekannt, erklärte Ziercke weiter. Da die Betroffenen meist die Summen von ihren Banken erstattet bekämen, wird ein Großteil der Straftaten nicht angezeigt.

Demnach kommen die Täter vor allem aus Südosteuropa, meist aus Bulgarien oder Rumänien. Sie seien oft hochorganisiert, erklärte der BKA-Chef weiter. Die Täter greifen in der Regel erst die Daten ab und produzieren dann im Anschluss die falschen Karten. Das Geld wird dann meist im Ausland abgehoben. In Hessen sei erst kürzlich eine Fälscherwerkstatt ausgehoben worden. Ziercke erklärte weiter, dass jetzt erstmals auch an Tankautomaten und bei Bahnautomaten Daten abgegriffen wurden. So seien zum Beispiel mit Daten aus einer einzigen Tanksäule in Nordrhein-Westfalen rund 600.000 Euro Beute gemacht worden.

Bild von labormikro

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