Silvana Koch-Mehrin soll bewusst abgeschrieben haben

Die Plagiatsjäger vom „VroniPlag“ werfen Silvana Koch-Mehrin (FDP) vor, beim Anfertigen ihrer Doktorarbeit unsauber gearbeitet zu haben. Dabei wird ein Viertel der Seiten beanstandet. Die Plagiatsjäger haben am Dienstag einen Zwischenbericht veröffentlicht.

In einer „vorläufigen Bewertung“ kommt man zu dem Schluss, dass in der untersuchten Dissertation „in erheblichem Ausmaß fremde Quellen verwendet“ wurden, „die nicht oder nicht hinreichend als Zitat gekennzeichnet wurden“. Es sei „eine eklatante Verletzung wissenschaftlicher Standards“. Die zahlreichen „textuellen Anpassungen der Plagiate“ sowie die Tatsache, dass Plagiate in der kompletten Arbeit zu finden seien, ließen darauf schließen, „dass die Textübernahmen kein Versehen waren, sondern bewusst getätigt wurden“. So sollen auf mehr als einem Viertel der Seiten Textstellen zu finden sein, bei dem die Quellen nicht korrekt angegeben wurden. „Bis zum jetzigen Zeitpunkt wurden auf 56 von 201 Textseiten … Plagiatsstellen dokumentiert“, hieß es dort. Wie im Fall des ehemaligen Verteidigungsministers Karl-Theodor zu Guttenberg präsentieren die Plagiatsjäger die Ergebnisse auch als Strichcode. Dadurch kann man auf einen Blick sehen, wie umfangreich die Fundstellen sind.

Allerdings kann auch festgestellt werden, dass die Vorwürfe nicht so gravierend wie beispielsweise im Fall Guttenberg  sind – sowohl was Art als auch das Ausmaß angeht.

Bild von Patrick Meinhardt

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