Sicherheitsfirma Prevent vor dem Aus

Die Sicherheitsfirma Prevent AG steht offenbar unmittelbar vor dem Aus. Sie war wegen ihrer Arbeit für die HSH Nordbank in die Kritik geraten. Das Unternehmen habe einen Insolvenzantrag beim Amtsgericht in München gestellt, bestätigte ein Firmensprecher. Demnach haben die Berichterstattung und ausstehende Zahlungen der HSH Nordbank der Sicherheitsfirma den Rest gegeben. Schon im letzten Jahr musste Prevent die Hamburger Niederlassung schließen. Dabei verloren zehn der 30 Angestellten ihren Job.

Wegen ihrer Arbeit für die HSH war Prevent in die Schlagzeilen geraten. Die offenbar in die Affäre mit dem Codenamen Shisha verwickelte Firma war unter anderem wegen dubioser Überwachungsaktionen gegen Bankkritiker und ihrer Rolle beim Rauswurf von Topmanagern ins Kreuzfeuer der Kritik geraten. Zudem wurde Prevent in einen millionenschweren Rechtsstreit mit einem türkischen Reeder von der Nordbank eingeschaltet. Dafür soll die Firma von der HSH mehr als 3,5 Millionen Euro erhalten haben. Dabei hat es sich offenbar um eine Erfolgsprämie gehandelt. Nach eigenen Angaben stoppte die HSH im Sommer 2010 alle Überweisungen an Prevent.

Indes geht die Sanierung der HSH weiter. Die Garantien durch den staatlichen Bankenrettungsfonds SoFFin sollen bis Mitte des nächsten Jahres auf null heruntergefahren werden.

Bild von arne.list

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