Schweres Erdbeben erschüttert Japan

In Japan sorgte ein schweres Erdbeben für Chaos. Kurz vor 12 Uhr Mittags bebte im Nordosten des Landes die Erde mit einer Stärke von 7,3. Das Beben war selbst in dem 440 Kilometer entfernten Tokio zu spüren – selbst hier gerieten Gebäude ins Wanken. Zudem mussten Hochgeschwindigkeitszüge gestoppt werden. Die Betreiber Tohoku Electric und Tokyo Electric teilten mit, dass ihre Anlagen in den Präfekturen Fukushima, Aomori und Miyagi nicht beschädigt sind.

In einer Tiefe von zehn Kilometern unter dem Meeresboden 160 Kilometer vor der Küste der Halbinsel Ojika befand sich das Epizentrum. Die Behörden des Landes gaben für den Nordosten mit bis zu 50 cm erhöhtem Wasser eine Tsunami Warnung heraus. Die Küstenstadt um Ofunato erreichte später dann eine etwa 60 cm hohe Welle. Rund 30 Minuten nach dem Beben berichteten auch andere Städte von kleineren Wellen. Allerdings teilte das pazifische Tsunami-Warnzentrum mit, dass es keine pazifikweite Flutwelle erwartet. Berichte über Schäden oder Verletzte wurden noch nicht bekannt.

Mit zahlreichen Vulkanen liegt Japan im pazifischen „Feuerring“. Hier führen Verschiebungen von Erdplatten des Öfteren zu Erschütterungen. Etwa 90 Prozent aller Erdbeben weltweit ereignen sich in dieser Region.

Bild von Dieter Karner

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