Qiagen schlägt bei australischen Diagnostikfirma zu

Durch einen millionenschweren Zukauf wird Qiagen wachsen. Das Schwergewicht im TecDAX lockt dafür die Aktionäre des australischen Diagnostikunternehmens Cellestis mit einem Preis weit über dem aktuellen Kurs an der Börse.

Rund 355 Millionen US-Dollar will sich Qiagen den Kauf kosten lassen. Der Konzern bietet den Aktionären 3,55 australische Dollar pro Aktie, das entspricht einem Aufschlag von 20 Prozent gegenüber dem Schlusskurs vom Freitag. Die Cellestis-Vorstände stimmten dem Angebot zu und wollen ihre rund 27 Prozent der Papiere verkaufen. Auf einer außerordentlichen Hauptversammlung im Juni sollen die übrigen Aktionäre über das Angebot abstimmen. Wie Qiagen weiter mitteilte, empfiehlt der Vorstand von Cellestis seinen Aktionären die einstimmige Annahme der Offerte.

Durch die Übernahme sichert sich Qiagen den Zugang zur sogenannten QuantiFeron-Technologie. Der Vorteil dieser Technik liegt in der früheren Krankheitsdiagnostik gegenüber Tests auf DNA-Basis. Nach Abschluss der Übernahme will Qiagen Geld in die Hand nehmen, um den Vertrieb auszubauen und die Tests von Cellestis in Zukunft auch auf den eigenen Laborgeräten anzubieten. Das TecDAX-Unternehmen kündigte an, dass aus diesem Grund der bereinigte Gewinn je Aktie 2010 leicht verwässert werde. Im Jahr 2011 soll sich das Gewinn- und Umsatzwachstum aufgrund der Übernahme aber wieder beschleunigen. Man erwartet für 2012 ein Umsatzwachstum bei den Cellestis-Produkten im zweistelligen Bereich und einen Anstieg des Gewinns je Aktie um zwei bis drei US-Cent.

Bild von col&tasha

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