Portugal bekommt Milliardenhilfe der Euro-Länder

Das hoch verschuldete Portugal hat von den Finanzministern der Euro-Staaten Kredithilfen in Höhe von 78 Milliarden Euro zugesichert bekommen. „Die Minister haben einstimmig beschlossen, Finanzhilfe auf den Antrag Portugals vom 7. April hin zu gewähren“, heißt es in einer Erklärung. Um die Finanzstabilität in der Euro-Zone sichern zu können, sei dieser Schritt notwendig gewesen.

Ein Drittel Kredite entfällt auf die EU, ein weiteres Drittel auf den Rettungsfonds der Euro-Staaten EFSF und ein Drittel auf den Internationalen Währungsfonds IWF. Das Land muss sich im Gegenzug dazu verpflichten, seine Wirtschaft grundlegend zu reformieren und die Neuverschuldung rasch abzubauen. Bis zum Jahr 2013 muss die aktuelle Neuverschuldung von rund sechs Prozent unter die vom europäischen Stabilitätspakt vorgegebene Grenze von drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts sinken. Zudem musste Portugal zusagen, private Gläubiger von Staatsanleihen zu überzeugen, ihre Staatspapiere nicht zu verkaufen. Finnland hatte diese Bedingung für seine Zustimmung zum Hilfspaket gestellt.

Portugal ist somit nach Griechenland und Irland das dritte Euro-Land, das Hilfskredite bekommt. Anfang April hatte Portugal beantragt, unter den Rettungsschirm der EU schlüpfen zu können. Das Programm ist auf drei Jahre ausgelegt. An diesem Dienstag müssen die Finanzminister aller 27 EU-Staaten die Entscheidung noch einmal bestätigen. Allerdings gilt die Zustimmung als gesichert.

Bild von loop_oh

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