Polizist überfällt Bundestags-Poststelle und tötet sich selbst

In Berlin ist die Leiche eines Mitarbeiters der Polizei gefunden worden. Er soll eine Postfiliale in einem Bürogebäude des Bundestages überfallen haben. Nach Angaben der Polizei tötete sich der Mann wegen privater Probleme.

Bei den Ermittlungen ergab sich frühzeitig ein dringender Tatverdacht gegen einen Angehörigen der Bundestagspolizei. Noch am späten Abend wurde der 48-Jährige, nur wenige Stunden nach der Tat, nahe seiner Wohnung im Berliner Stadtteil Kaulsdorf tot aufgefunden. Wie die Polizei weiter mitteilte, hatte er sich erschossen. Die Beamten sehen als Motiv sowohl für den Raub als auch für den Suizid bislang private und finanzielle Probleme. Der 48-Jährige hatte offenbar Spielschulden. Er hinterlässt eine Ehefrau.

Der Raubüberfall ereignete sich am Mittwoch um kurz nach 19 Uhr im Marie-Elisabeth-Lüders-Haus. Hier ist eine Filiale der Deutschen Post AG untergebracht. Da die Post-Filiale in ihren Räumen auch Geldgeschäfte für die Postbank abwickelt, ist immer Bargeld vorhanden. Offenbar gehörte zu den Aufgaben des 48-Jährigen die Sicherung dieses Gebäudeteils. Nach derzeitigem Kenntnisstand bedrohte er eine Angestellte mit einer Schusswaffe und forderte die Herausgabe von Bargeld. Nachdem sich die Frau zunächst weigerte, schlug der maskierte Mann ihr mehrfach mit der Waffe auf den Hinterkopf. Im Anschluss steckte er das Bargeld in eine Tragetasche und flüchtete.

Bild von wfabry

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