Parkinson: Gentherapie hilft Patienten

Mit einer Gentherapie bei Parkinson-Patienten haben US-Forscher erste Erfolge erzielt. So ist 16 erkrankten Personen in einer klinischen Studie ein Gen direkt in das Gehirn eingeschleust worden. Wie die Mediziner um Peter LeWitt vom Henry Ford West Bloomfield Krankenhaus im US-Bundesstaat Michigan im Fachjournal „Lancet Neurology“ berichten, habe sich in sechs Monaten die Beweglichkeit der Probanden um rund 23 Prozent verbessert.

In einer Vergleichsgruppe wurde bei 21 Patienten der Eingriff nur vorgetäuscht. Zudem verbesserte sich bei rund 13 Prozent die Motorik. Von den Forschern wurden die Probanden im Alter zwischen 30 und 70 Jahren zufällig ausgewählt, deren Symptome durch andere Therapien nicht oder kaum gelindert werden konnten. Vor allem ältere Menschen erkranken an Parkinson.

Etwa ein Prozent der über 60-Jährigen leiden nach Angaben des Kompetenznetzwerkes Parkinson unter der Bewegungsstörung. In der Regel sind Männer häufiger betroffen als Frauen. Die Patienten können durch diese Krankheit ihre Muskeln immer schlechter kontrollieren. So kommt es etwa zum Zittern, dass ein Patient nur in Trippelschritten laufen kann oder Schwierigkeiten beim Sprechen hat. Allerdings befindet sich die Gentherapie in einem frühen Experimentierstadium. Wann sie für alle Patienten dieser Krankheit verfügbar sein wird, ist noch offen.

Bild von ceris42

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