Ostfriesen-Witze im Radio: Mann zieht Anzeige zurück

In den letzten Tagen sorgte ein Streit zwischen einem Hörer und dem Radiosender ffn für Aufsehen. Jeden Morgen um die gleiche Zeit erzählte ein Moderator des Radiosenders einen Ostfriesenwitz. Der Moderator erzählte die Witze aufgrund einer neuen Kollegin, die aus Ostfriesland stammt.

Ein verärgerter Hörer erstattete daraufhin Strafanzeige wegen Volksverhetzung gegen den niedersächsischen Radiosender. Demnach störte den Hörer der folgende Ostfriesenwitz: „Wie erwärmt ein Ostfriese Milch? Er zündet die Kuh an.“ Er war so erzürnt, dass er das Verhalten nicht tolerieren wollte und gegen den Radiosender vorging. Völlig überraschend zog der Mann nun die Anzeige wieder zurück. Dabei entschuldigte sich der Rechtsanwalt des Hörers im Namen seines Mandanten. Demnach habe er sich „unbedacht dazu hinreißen lassen, die Strafanzeige zu formulieren und abzusenden“, schrieb der Anwalt. Das teilte der Sender mit.

Bei dem Vorwurf der Volksverhetzung handelt es sich laut Polizei um ein sogenanntes Offizialdelikt. Die Behörden müssen dabei theoretisch auch dann der Sache nachgehen, wenn die Anzeige zurückgezogen werde.

Bild von sacratomato_hr

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Comments

  1. Du siehst ja sehr deutlich wie die Friesen in unserem Lande diskriminiert werden!! Wie man ihnen nicht eingesteht eigene Radiosender, eigenen Schulunterricht usw, zu bekommen, wie sie ihre ostfriesische Küstenbahn nicht kriegen, aber bei Stuttgart 21 im Süden wird das Geld verbraten. Ich lache auch über Ostfriesenwitze, aber ich darf das Friese. Juden, die Witze über Juden machen, das ist auch okay. Okay kommt übrigens von einem friesischen General der USA.

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