Oslo: zweiter Prozesstag, Breivik “ich handelte aus Notwehr”

Anders Behring Breivik
Am zweiten Tag des Prozesses, gegen den mutmaßlichen Mörder Anders Behring Breivik in Oslo, wird erwartet das sich der 33-jährige zu seinen Taten, für den Anschlag in Oslo und das Massaker auf der Insel Utöya, äußern wird. Er hatte gebeten ein vorgeschriebenes Dokument verlesen zu dürfen, zu Prozeßbeginn hatte er sich als nichtschuldig bezeichnet und behauptet er habe in Notwehr gehandelt. Er bedauere nur, dass er nicht noch mehr Menschen getötet habe, hieß es aus seinem Umfeld. Für die Überlebenden des Massakers auf der Ferieninsel Utöya, die den Prozess verfolgen, ist dieses Verhalten nur schwer zu ertragen. Eine Überlebende des Massakers: “es ist ein merkwürdiges Gefühl, man ist ganz dicht bei jemandem der einem etwas Schlimmes angetan hat. Zur gleichen Zeit fühlt man aber sicher weil er in den Händen der Polizei ist. Ich fühle mich mit meinen Anwälten und Freunden sicher, aber es ist Beides, auch ein schlechtes Gefühl. Mit dem Prozess könne jetzt aber auch für die Opfer einen Schlusspunkt gesetzt werden. Wir werden etwas beendeten dass viele lange gequält hat, es wird auch gut sein den Angeklagten weg zu sperren, wichtig ist dabei nicht ob ins Gefängnis oder in die Psychiatrie. Das Wichtigste ist, dass wir mit Ihm fertig werden und dass er die Verantwortung für das übernimmt was er getan hat”. Von Dienstag an soll Breivik eine Woche lang Aussagen, für viele Menschen in Norwegen wird das eine schwere Zeit werden.

Bild von lwpkommunikacio

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