Organspende: FDP geht auf Distanz zur Union

Das Problem ist schon lange bekannt: In Deutschland werden zu wenige Organe gespendet. So warten rund 12.000 Patienten auf eine lebensrettende Leber oder Niere. Derzeit sind noch keine Gesetzesänderungen in Sicht.

Doch nun geht die FDP-Bundestagsfraktion in der Debatte um eine Neuregelung der Organspende auf Distanz zu Unionsfraktionschef Volker Kauder. Demnach dürfe es für die sehr sensible und persönliche Erklärung zur Organspende keinen Zwang geben, zitiert die Tageszeitung „Die Welt“ aus einem Positionspapier, das ihr vorliegt. Kauder habe eine „Entscheidungslösung“ vorgeschlagen, so das Blatt weiter. Menschen sollten einmal im Leben gefragt werden, ob sie nach dem Hirntod Organe spenden würden, hieß es. FDP-Bundestagsabgeordneter Michael Kauch sagte der „Welt“, dass es auch das Recht geben müsse, sich nicht zu entscheiden.

Ihre Positionen zur Stellung der Transplantationsbeauftragten und zum Versicherungsschutz von Lebendspendern wollen die Liberalen in einen Gesetzentwurf der Koalitionsfraktionen einbringen. So will man die Ablehnung der Widerspruchslösung und der Erklärungspflicht geltend machen, sollte im Bundestag möglicherweise noch in dieser Legislaturperiode fraktionsübergreifend nach einer Neuregelung gesucht werden.

Bild von freiheitsfreund

Share and Enjoy:
  • Print
  • Digg
  • StumbleUpon
  • del.icio.us
  • Facebook
  • Yahoo! Buzz
  • Twitter
  • Google Bookmarks

Kommentar verfassen