Nokia: 7000 Mitarbeiter müssen gehen

Der finnische Mobilfunkriese Nokia trennt sich insgesamt von rund 7000 Mitarbeitern. Am Mittwoch teilte der Konzern in Helsinki mit, dass man weltweit bis Ende 2012 ca. 4000 Stellen streichen werde. Demnach sollen weitere 3000 Beschäftigte zum Technologie-Dienstleister Accenture wechseln, der in Zukunft die Betreuung der Handysoftware Symbian übernehmen soll.

Nach Angaben des Unternehmens sind vor allem die Niederlassungen in Finnland, Dänemark und Großbritannien betroffen. Diese Standorte sind Bestandteil eines Sparprogramms mit einem Umfang von einer Milliarde Euro. Vor drei Jahren hatte Nokia in Deutschland das Handy-Werk in Bochum geschlossen. Zu jener Zeit verloren 2300 Menschen ihre Arbeit.

Nokia steht derzeit massiv unter Druck. Die Finnen verlieren vor allem bei Smartphones an Boden. Die eigens entwickelte Software Symbian gilt gegenüber Googles Betriebssystem Android und Apples iPhone als nicht konkurrenzfähig. Aus diesem Grund hatte Nokia im Februar angekündigt, in Zukunft Microsofts Windows Phone als zentrales Betriebssystem zu verwenden. Nokia kündigte zudem an, man werde die Symbian-Aktivitäten an Accenture abgeben. Betroffen sind Mitarbeiter in Finnland, China, Großbritannien, Indien und den Vereinigten Staaten.

Bild von John.Karakatsanis

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