Niedersachsen führt den „Hundeführerschein“ ein‎

In Niedersachsen kommen auf Hundehalter künftig neue Kosten und Pflichten zu. Denn als Reaktion auf Beißattacken hat die Landesregierung das Hundegesetz auf den Weg gebracht. Am Mittwoch verabschiedete der Landtag in Hannover mit großer Mehrheit die lange debattierte Änderung des Hundegesetzes. Gegen das Gesetz stimmte nur die Linke-Fraktion, die ein Verbot besonders aggressiver Hunderassen verlangte. CDU, SPD, Grüne und FDP votierten dagegen für den Gesetzesvorschlag.

Dabei enthält das Gesetz drei zentrale Änderungen. So muss jeder Hund, der älter als sechs Monate ist, einen Chip tragen, der durch einen Tierarzt eingesetzt wird. Auf diesem Chip sind Angaben zum Hundehalter enthalten. Für Hunde ab dem siebten Monat muss eine Haftpflichtversicherung abgeschlossen werden. Nach Angaben der Landesregierung liegen die Kosten für den Hundehalter zwischen 50 und 150 Euro.

Durch einen „Hundeführerschein“ (Sachkundenachweis) muss jeder Hundehalter ab Januar 2013 nachweisen, dass er verantwortlich mit dem Tier umgehen kann. Familienmitglieder, die den Hund ausführen, brauchen keinen Hundeführerschein. Denn die Pflicht liegt beim Hundehalter. Halter, die in den letzten zehn Jahren einen Hund länger als zwei Jahre hatten, gelten als sachkundig und müssen keinen Nachweis erbringen. Die Landesregierung reagiert mit dem Sachkundenachweis auf Beißattacken in der Vergangenheit. Demnach wolle man die Bevölkerung besser schützen.

Bild von mic_000

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