Neue Sicherheitslücken bei Luftfracht

Die Bundesregierung sieht ein halbes Jahr nach den gescheiterten Anschlägen mit Paketbomben aus dem Jemen weiterhin gravierende Lücken bei der Luftfrachtsicherheit. Das berichtet die „Financial Times Deutschland“.

Demnach warne das Verkehrsministerium in einer Vorlage für den Haushaltsausschuss des Bundestages davor, dass die Mängel in der deutschen Sicherheitsarchitektur von Terroristen genützt werden könnten, so das Blatt weiter. In einer Unterlage des Verkehrsministeriums für den Haushaltsausschuss des Bundestags, die der „FTD“ vorliegt, heißt es, durch die „zunehmend öffentliche Wahrnehmung der Defizite“ bei der Aufgabenerfüllung des zuständigen Luftfahrt-Bundesamtes (LBA) „erhöht sich das Risiko, dass diese Schwachstellen zur Verübung terroristischer Anschläge genutzt werden“. Zudem heißt es, dass es ohne eine schnelle Personalaufstockung beim LBA die Gefahr „weiterer konkreter Anschläge mit Sprengstoffen in Fracht, Post oder Bordvorräten“ bestehe.

Die Bundesregierung will dem Bericht zufolge zusätzliche Kontrolleure einstellen, um die Sicherheitslücken schließen zu können. Der Haushaltsausschuss des Bundestags habe als Reaktion auf den Anschlagsversuch des jemenitischen Al-Kaida-Ablegers im Herbst des vergangenen Jahres schon 450 zusätzliche Planstellen für Luftfrachtkontrollen genehmigt. Diese seien aber zunächst gesperrt. Die Regierung müsse ein abgestimmtes Fach- und Personalkonzept zur Verbesserung der Luftfrachtsicherheit vorlegen, um die Voraussetzung für die Freigabe zu erfüllen. Allerdings hätten sich die beteiligten Ministerien für Finanzen, Inneres und Verkehr nicht darauf einigen können.

Bild von Alain Picard

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