Missbrauchsprozess: Ehefrau von Detlef S. verweigert die Aussage

Der Koblenzer Missbrauchsprozess um den Angeklagten Detlef S. zieht derzeit großes Medieninteresse auf sich. Die Ehefrau des Angeklagten hat nun am Mittwoch ihre Aussage verweigert. Ihr Auftritt war mit Spannung erwartet worden. Doch nach nur ca. zwei Minuten verließ sie wieder den Gerichtssaal.

Zudem sind Mitarbeiter des Jugendamts als Zeugen am heutigen Mittwoch geladen. Die mutmaßlichen Opfer hatten in der vergangenen Woche schwere Vorwürfe gegen das Amt erhoben. Trotz mehrfacher Hinweise auf Missbrauch und Misshandlung sei man nicht eingeschritten. Die Behörde dementierte dies. Weder der Ehefrau noch der Behörde ist aus Sicht der Staatsanwaltschaft ein strafrechtlich relevanter Vorwurf zu machen.

Die beiden Stiefsöhne hatten in der vergangenen Woche ausgesagt, Detlef S. habe sie mit einer selbst gebauten Peitsche und anderen Gegenständen immer wieder geschlagen. Mittlerweile hat der Angeklagte einen Teil seiner Taten gestanden. Insgesamt wirft die Staatsanwaltschaft dem 48-jährigen Angeklagten aus Fluterschen (Kreis Altenkirchen) 350 Fälle von sexuellem Missbrauch an seinen Kindern vor. Seine Stieftochter soll acht Kinder von ihm bekommen haben. Detlef S. soll sie zudem gemeinsam mit seiner leiblichen Tochter zur Prostitution gezwungen haben.

Bild von astuecker

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