Mircos Mörder Olaf H. gesteht zu Prozessbeginn die Tat

Der Fall Mirco S. aus Grefrath beschäftigte monatelang die Polizei. Zum Auftakt des Prozesses hat der mutmaßliche Mörder des zehnjährigen Mirco nun ein umfassendes Geständnis abgelegt. Olaf H. räumte über seinen Anwalt vor dem Krefelder Landgericht ein, am 3. September 2010 auf den Jungen getroffen zu sein und versucht zu haben, sexuelle Handlungen an ihm vorzunehmen.

In der Folge habe er den Jungen erdrosselt, um seine Tat zu vertuschen. Nach Angaben des Anwalts habe der Angeklagte, ein 45 Jahre alter Familienvater aus dem nordrhein-westfälischen Schwalmtal, Mirco in sein Auto geholt und sei mit ihm an einen Feldweg gefahren. Hier habe sein Mandant versucht, sich an dem Jungen sexuell zu vergehen. Danach habe Olaf H. den Zehnjährigen mit einer Schnur erdrosselt. Er wollte die Tat vertuschen. Sein Verteidiger wies die Darstellung der Anklage, wonach er Mirco tötete, weil er sich über eine ausgebliebene Erektion ärgerte, zurück. Zudem entspreche es nicht der Tatsache, dass der Schwalmtaler seinem Opfer nach der Erdrosselung noch ein Messer in den Hals gestochen habe, um sicherzugehen, dass Mirco wirklich tot sei.

Der Angeklagte selbst wird im Verfahren zu den Vorwürfen schweigen, hieß es gestern. Wie sein Anwalt erklärte, werde es keine Entschuldigung für die Familie des getöteten Kindes geben, „weil es für diese Tat keine Entschuldigung gibt“.

Bild von astuecker

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