Merkel lässt nach Katastrophe von Fukushima deutsche AKW prüfen

Die drohende Atomkatastrophe in Japan ruft in Deutschland eine Debatte um die deutschen Kernkraftwerke auf den Plan. Bundeskanzlerin Angela Merkel kündigte an, alle deutschen Meiler überprüfen zu lassen.

Nach einem Krisentreffen der Regierung in Berlin am Samstagabend sprach Merkel von einer „außergewöhnlich ernsten Situation“. Die Kanzlerin stellte aber klar, dass sie die Atomkraft bei einer friedlichen Nutzung auch in Zukunft für vertretbar hält. Allerdings sei es unbestritten, dass die Vorkommnisse in Japan „ein Einschnitt für die Welt“ seien. Demnach „kann auch Deutschland nicht einfach zur Tagesordnung übergehen”. Denn der Sicherheit der deutschen Bevölkerung müsse sich alles andere unterordnen. Guido Westerwelle, Außenminister von der FDP, erklärte, man könne sich angesichts der Berichte über die in Fukushima ausgefallenen Kühlsysteme die Frage stellen, „ob auch unsere Kühlsysteme solche Anfälligkeiten haben“.

Scheinbar hat jetzt auch der Landtagswahlkampf in Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg (beide am 27. März) und in Sachsen-Anhalt (Wahl am kommenden Sonntag) ein neues Thema. Der Ausstieg aus der Atomenergie wird wahrscheinlich heftig diskutiert werden und eine große Rolle spielen. Nicht nur seit der Katastrophe in Japan beschäftigt die Atomenergie die Wählerinnen und Wähler in der Bundesrepublik.

Bild von World Economic Forum

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Comments

  1. horst papmeier says:

    man sollte den herrn röttgen und auch die kanzlerin lieber zum mond schießen,dakönnen sie weiterhin bla.blabla…….reden

    ich wette drumm, auch bei uns könnte so etwas wie in japan in puncto atom passieren.aber frau merkel kennt ja alles und weiß alles……….sie weiß mit sicherheiteines……………

  2. Dr. Paul Laufs says:

    1. Eine in der Neuzeit extreme, einzigartige Naturkatastrophe mit einem Erdbeben der Stärke 9 und heftigen Nachbeben zusammen mit einem horrenden Tsunami ist an keinem deutschen Kernkraft-Standort zu erwarten.
    2. Die offensichtlich in den KKW-Blöcken Fukushima 1 und 3 ablaufenden Kernschmelzunfälle müssen von uns genau beobachtet werden: Lassen sich massive Freisetzungen von radioaktiven Stoffen und damit gravierende Folgen für Mensch und Umwelt unter diesen extrem ungünstigen Gegebenheiten durch gezielte Druckentlastungen der Containments und Kühlung von außen verhindern?

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