Mehr Hartz-IV-Empfänger bei Schwarzarbeit ertappt

Im vergangenen Jahr haben die Jobcenter deutlich mehr potenzielle Schwarzarbeiter unter den Hartz-IV-Empfängern erwischt. Wie die „Süddeutsche Zeitung“ unter Berufung auf einen Bericht der Bundesagentur für Arbeit berichtet, wurden 2010 59.000 Fälle wegen des Verdachts auf Schwarzarbeit an die zuständige Zollverwaltung weitergegeben.

Im Jahr zuvor waren es demnach rund 10.000 Fälle weniger. Wie die Zeitung weiter berichtet, wurden auch deutlich mehr Fälle wegen eines „begründeten Straftatverdachts“ der Staatsanwaltschaft übergeben. Im vergangenen Jahr sei dies bei 26.000 Leistungsbeziehern geschehen, so das Blatt weiter. Demnach habe die Bundesagentur im Vorjahr dagegen nur knapp 16.000 entsprechende Fälle registriert. Gegenüber der Zeitung sagte eine Sprecherin der Bundesagentur, aus den Zahlen lasse sich nicht ablesen, dass immer mehr Hartz-IV-Empfänger betrögen. Demnach seien die Mitarbeiter in den Jobcentern inzwischen „stärker sensibilisiert und besser qualifiziert“, um Schwarzarbeit aufzudecken.

Nach Angaben der „SZ“ haben die Verfahren wegen Ordnungswidrigkeiten binnen eines Jahres insgesamt um gut 50.000 auf 277.000 zugenommen. Diese werden von den Jobcentern vor allem aufgrund des Verdachts auf Missbrauch von Leistungen der Quelle zufolge eingeleitet.

Bild von wfabry

Share and Enjoy:
  • Print
  • Digg
  • StumbleUpon
  • del.icio.us
  • Facebook
  • Yahoo! Buzz
  • Twitter
  • Google Bookmarks

Kommentar verfassen