Markus Frick zu Bewährungsstrafe verurteilt

Markus Frick ist vom Berliner Landgericht zu einem Jahr und neun Monaten auf Bewährung verurteilt worden. Damit endet einer der größten Prozesse wegen Marktmanipulationen in der Geschichte Deutschlands. Das Gericht sieht es demnach als erwiesen an, dass der Autor und Herausgeber mehrerer Börsen-Briefe zwischen September 2005 und Juni 2007 in seinen E-Mail-Börsenbriefen Papiere empfohlen hat, die er selbst besaß. Frick soll dabei die eigenen wirtschaftlichen Interessen gegenüber den Anlegern verheimlicht haben.

Die Staatsanwaltschaft wollte den ehemaligen Börsenguru eigentlich hinter Gittern sehen. Man forderte drei Jahre Gefängnis. Zwar stellten die Anwälte Fricks keinen Antrag, beharrten allerdings darauf, dass bei ihrem Mandanten „kein strafbares Handeln“ vorliege. In dem seit Anfang März laufenden Verfahren hatte Frick Fehler eingeräumt. Medienberichten zufolge sollen mehr als 20.000 Anleger über Jahre seinen Tipps gefolgt sein und für mehr als 760 Millionen Euro Aktien gekauft haben.

Der ehemalige Börsenguru hatte erklärt, er sei mit positiven Informationen über die Unternehmen getäuscht worden. Gegen die mutmaßlichen Hintermänner soll nun ermittelt werden.

Bild von Tax_Rebate

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