Marine darf „Gorch Fock“ weiter zur Ausbildung nutzen

Als Reaktion auf den tödlichen Unfall einer Kadettin setzt man auf einen neuen Kapitän und ein neues Ausbildungskonzept: Das Ausbildungsschiff „Gorch Fock“ darf bald wieder in See stechen.

Der Inspekteur der Marine, Axel Schimpf, stellte dem Verteidigungsausschuss des Bundestages den Abschlussbericht vor. In diesem wurde der Fortbestand des Schiffes befürwortet. Allerdings kritisierte das Ministerium Ausbildungsmängel und Fehlverhalten der Schiffsführung. Kommandant Norbert Schatz wurde Anfang des Jahres abgesetzt. Er wird nicht auf das Schiff zurückkehren. Dem Bericht des Ministeriums zufolge geschieht das auf eigenen Wunsch. Im Verteidigungsausschuss des Bundestags gab es breite Unterstützung für den Fortbestand der „Gorch Fock“. Lediglich die Linke lehnte die Ausbildung als altmodisch ab.

Nach einem tödlichen Unfall einer Kadettin wurde die Zukunft der „Gorch Fock“ infrage gestellt. Eine Offiziersanwärterin war am 7. November 2010 aus der Takelage gestürzt. Nur wenige Wochen nach dem Unglück wurden schwere Vorwürfe wegen Schikane, sexueller Belästigung und unwürdiger Rituale an Bord laut.

Bild von Bundeswehr-Fotos Wir.Dienen.Deutschland.

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