Ludwig-Holger Pfahls soll erneut vor Gericht

Ludwig-Holger Pfahls muss nach seiner Verurteilung wegen Steuerhinterziehung und Vorteilsnahme vor rund sechs Jahren voraussichtlich erneut vor Gericht. Wie die „Süddeutsche Zeitung” berichtet, habe die Staatsanwaltschaft Augsburg ihn am 11. April wegen Bankrotts in 93 Fällen, Betrugs und Erpressung angeklagt. Im August 2005 war Pfahls wegen Vorteilsannahme und Steuerhinterziehung zu zwei Jahren und drei Monaten Haft verurteilt worden.

Zu jener Zeit hatte er gestanden, vom Waffenlobbyisten Karlheinz Schreiber 3,8 Millionen Mark für die Förderung von Rüstungsgeschäften kassiert zu haben. Dem Fiskus und seinem früheren Ministerium schuldet Pfahls noch Millionenbeträge. Er gab an, vermögenslos zu sein und leistete einen Offenbarungseid. Nun sollen die Ermittler sein tatsächliches Vermögen auf vier Millionen Euro schätzen. Wie das Blatt weiter berichtet, seien neben Pfahls sieben weitere Personen angeklagt. Unter den Personen sollen sich auch die Ehefrau und eine Ex-Frau des früheren Staatssekretärs im Verteidigungsministerium befinden.

Franz Josef Strauß holte den heute 68-Jährigen 1987 als Staatssekretär ins Bundesverteidigungsministerium. Dort blieb er insgesamt fünf Jahre. Pfahl spielte war in der Affäre um Karlheinz Schreiber verstrickt. Über Jahre waren Fahnder hinter Pfahls her. Am 13. Juli 2004 wurde er in Paris von Beamten des Bundeskriminalamts festgenommen.

Bild von dierk schaefer

Share and Enjoy:
  • Print
  • Digg
  • StumbleUpon
  • del.icio.us
  • Facebook
  • Yahoo! Buzz
  • Twitter
  • Google Bookmarks

Kommentar verfassen