Libyen: Rebellen fordern aus Angst vor Chemie-Angriff schweres Geschütz

Libyens Rebellen haben aus Furcht vor Chemiewaffen-Angriffen der Truppen von Machthaber Muammar al-Gaddafi vom Westen schwere Waffen gefordert. Rebellengeneral Abdulfatah Junis erklärte, es werden Panzerabwehrraketen, Hubschrauber und Schnellboote mit Torpedos benötigt.

Vor einem Treffen mit Vertretern von Nato und Europäischer Union erklärte Junis übereinstimmenden Medienberichten zufolge, dass der Diktator aktuell weiterhin über ca. 25 Prozent seiner Chemiewaffen verfügen könne. Demnach fürchten die Rebellen vor allem einen Einsatz von Senfgas. Junis war, bevor er sich auf die Seite der Aufständischen schlug, unter Gaddafi Innenminister. Junis erklärte weiter, dass die Aufständischen „geringe Mengen” an Waffen erhalten.

Indes wurde am Donnerstagabend die libysche Hauptstadt von mindestens fünf Explosionen erschüttert. Auch zwei italienische Tornado-Kampfflugzeuge beteiligten sich erstmals an einem Einsatz gegen Ziele in Libyen. Seit der Besatzung durch Gaddafis Truppen sind nach Angaben eines Staatsanwalts in Misrata mehr als 500 Menschen verschleppt worden. Im Hafen Misratas kamen zwei Schiffe mit Medikamenten, Lebensmitteln und Waffen an. Der Hafen wird derzeit von den Rebellen kontrolliert.

Bild von KalakutaCitizen

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