Libyen: Nato übt weiterhin Druck auf Gaddafi aus

Die Nato übt weiterhin Druck auf den libyschen Machthaber Muammar al-Gaddafi aus. Denn die Nato hat ihre Angriffe auf die libysche Hauptstadt Tripolis Medienberichten zufolge auch in der Nacht zum Mittwoch fortgesetzt.

Wie der arabische Nachrichtensender „al-Jazira“ berichtet, waren erneut schwere Explosionen zu hören. Offenbar war der Stützpunkt Bab al-Aziziya erneut Ziel der Attacken gewesen. Auf diesem Areal liegt auch das Anwesen von Machthaber Muammar al-Gaddafi. Schon am Dienstag hatte die Nato das Gelände massiv bombardiert. Gaddafi meldete sich am Abend mit einer Audiobotschaft zu Wort. „Ich bleibe in Tripolis, tot oder lebendig“, so der Machthaber in der knapp fünfminütigen Ansprache. Die Botschaft strahlte das libysche Staatsfernsehen aus. „Eine Viertelmillion Libyer kämpfen für die Freiheit des Landes“, so Gaddafi weiter. „Wir haben keine Angst, und wir sind stärker als eure Raketen und eure Artillerie.“

Die Europäische Union verschärft unterdessen ihre Sanktionen gegen Libyen. Sechs der unter Kontrolle des Gaddafi-Regimes stehende Häfen, darunter auch Brega, Ras Lanuf und Tripolis, werden für Lieferungen aus der EU und in die Europäische Union gesperrt. Nur Lieferungen im Rahmen humanitärer Hilfe sind ausgenommen.

Bild von infomatique

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