Libyen: Nato setzt Luftangriffe auf Tripolis fort

Die Lage in Libyen scheint sich immer noch nicht zu beruhigen. Am Freitagmorgen bombardierten Nato-Kampfflugzeuge erneut Ziele im Großraum Tripolis. Zunächst war nicht klar, welche Ziele angegriffen wurden. Allerdings waren in der Hauptstadt die Explosionen deutlich zu hören.

Schon am Donnerstag hatte es Luftangriffe auf die Kommandozentrale von Diktator Muammar al-Gaddafi gegeben. Der Machthaber hatte sich Stunden zuvor erstmals seit dem Tod seiner Söhne vor zwei Wochen im staatlichen Fernsehen gezeigt. Die Nato hatte am Donnerstag mit Schiffen einen Angriff von Gaddafis Truppen auf die umkämpfte Hafenstadt Misrata vereitelt. Zwei Schiffe wurden unter dem Kommando der Nato beschossen, teilte man in Brüssel mit.

Indes bitten die Rebellen um Waffenlieferungen aus dem Ausland, um im Kampf gegen Gaddafi bestehen zu können. Demnach könne man größere Fortschritte erzielen, wenn man besser bewaffnet wäre. Wie das „Hamburger Abendblatt“ berichtet, habe Rebellenvertreter Mustafa Abdel Dschalil dies dem britischen Premierminister David Cameron in London mitgeteilt. Demnach benötigen die Rebellen Waffen, die denen der Regierungstruppen zwar nicht ebenbürtig seien. „Aber vielleicht gibt es mit dem Mut der Libyer ein Gleichgewicht“, zitiert das Blatt Abdel Dschalil. Die britische Regierung habe nach seinen Worten angeboten, die Opposition mit Ausrüstungsgegenständen wie Panzerwesten und Nachtsichtgeräten auszustatten. Camerons Sprecher zufolge gebe es noch keine Entscheidung über die Lieferung von Waffen.

Bild von KalakutaCitizen

Share and Enjoy:
  • Print
  • Digg
  • StumbleUpon
  • del.icio.us
  • Facebook
  • Yahoo! Buzz
  • Twitter
  • Google Bookmarks

Kommentar verfassen