Libyen: Muammar al-Gaddafis Armee soll Streubomben einsetzen

Die Kämpfe in Libyen halten weiter an. Nun soll die Armee des Diktators Muammar al-Gaddafi im Kampf gegen die Aufständischen in der Stadt Misrata übereinstimmenden Medienberichten zufolge Streubomben eingesetzt haben. Damit würde der Machthaber Libyens zivile Opfer in Kauf nehmen.

So berichtete ein Reporter der „New York Times“, er habe in Misrata Reste von Streubomben gefunden. Demnach ließen sich diese einer ganz konkreten Herstellerfabrik in Spanien zuordnen. Die Bomben sollen im Jahr 2007 produziert worden sein. In Madrid unterzeichnete die Regierung ein Jahr später eine internationale Streubomben-Konvention, die 2010 in Kraft trat. Die libysche Führung bestritt den Einsatz der Munition. Diese Bomben explodieren in der Luft und verteilen dabei unkontrolliert viele kleine Sprengsätze. Bei einem Einsatz in Wohngebieten ist die Gefahr sehr groß, dass es zu zivilen Opfern kommt.

Am Freitag erklärte US-Außenministerin Hillary Clinton auf der NATO-Konferenz in Berlin, dass sie von einem Streubombeneinsatz in Libyen derzeit nichts wisse. Demnach sei sie allerdings nicht überrascht, „was Gaddafi und seine Truppen tun“. Dass die Armee des Machthabers auch Landminen auslegen, wurde erst vor zwei Wochen bekannt.

Bild von Πρωθυπουργός της Ελλάδας

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