Libyen: Gaddafi erklärt seinem Volk den Krieg – Massenflucht geht weiter

Die Lage in Libyen spitzt sich immer mehr zu. Während Muammar al Gaddafi seinem eigenen Land droht und den Krieg erklärt, flüchten immer mehr Menschen aus Libyen. In der zweiten Ansprache Gaddafis an das Volk lehnt er jedes Einlenken gegenüber seinen Gegnern ab und kündigt an, dass er als „Märtyrer“ sterben möchte. Er sei kein Präsident, der zurücktreten könne. Zudem nannte er die Oppositionellen „Verräter“. Hierbei handle es sich um „eine kleine Gruppe von jungen Leuten, denen man Tabletten gegeben hat“. „Ich bin ein Kämpfer aus der Wüste“, schrie der Staatschef live im libyschen Staatsfernsehen.

Hingegen aller Vermutungen will Gaddafi nicht aufgeben. „Dies ist mein Land, das Land meiner Großväter und eurer Großväter“, so der Staatschef weiter. „Verräter beschmutzen das Image Eures Landes vor der ganzen Welt.“ Zudem forderte er seine Anhänger auf, die Straßen zurückzuerobern. „Geht alle auf die Straße“, rief Gaddafi. Für die seit einer Woche anhaltenden Unruhen mit hunderten Toten machte er drogenkranke Jugendliche und ausländische Medien verantwortlich.

Unterdessen verlassen tausende ägyptische Gastarbeiter Libyen auf dem Landweg. Die Regierung Kairos kann sie nicht evakuieren. Mehr als 1,5 Millionen Gastarbeiter aus Ägypten arbeiten in dem nordafrikanischen Land. Nach eigenen Angaben sollen die Gegner Gaddafis mittlerweile 90 Prozent des Landes kontrollieren.

Bild von Πρωθυπουργός της Ελλάδας

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