Libyen: Flugverbotszone lässt Gaddafi-Gegner wieder hoffen

Im Zentrum von Bengasi verfolgten Tausende Menschen mit Spannung das Votum des Weltsicherheitsrates. Als das Ergebnis verkündet wurde, dass das höchste Weltgremium alle notwendigen Maßnahmen um die Zivilbevölkerung zu schützen billige, brachen Freudenstürme aus. Die Menschen haben nun wieder Hoffnung, sich im Kampf gegen Gaddafis Truppen durchsetzen zu können. Für den libyschen Diktator wird die Nachricht ein Rückschlag bedeuten.

Die Lage in Libyen droht zu eskalieren. Am Donnerstag griffen Gaddafis Truppen bereits mehrere Ziele in der Umgebung der Aufstandsmetropole Bengasi an. Die Luftwaffe des Diktators soll am Tag zuvor in der umkämpften Frontstadt Adschdabija angegriffen haben, dabei verloren 30 Zivilisten ihr Leben. Gaddafi kündigte am Donnerstagabend einen Rachefeldzug gegen die Verräter in Bengasi an. „Wir werden von Haus zu Haus gehen, und es wird keine Gnade geben“, versuchte Gaddafi die Gegner des Regimes einzuschüchtern.

Gaddafis Truppen verfügen immer noch über die Überlegenheit an Waffen, beispielsweise Kampfflugzeuge oder Panzer. Vor allem die Luftwaffe des Diktators kostete in der Vergangenheit schon viele Zivilisten das Leben. Doch es fehlt Gaddafi an Mannstärke, um die Eroberungen dauerhaft abzusichern.

Bild von Bundeswehr-Fotos

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