Kurssturz an Tokios Börse: Nikkei-Index rutscht zweistellig ab

Die Börse in Tokio verzeichnete am Dienstag nach den verheerenden Nachrichten vom havarierten Atomkraftwerk in Fukushima 1 dramatische Kursrückgänge. Um 10,55 Prozent auf 8605,15 Punkte rutschte der Nikkei-Index ab. Seit Oktober 2008 war das der größte Kursverlust. Der Leitindex lag zwischenzeitlich sogar über 14 Prozent im Minus. Der Nikkei war bereits am Montag unter die psychologisch wichtige Marke von 10.000 Punkten gesunken. Der breiter gefasste Topix-Index rutschte um 9,47 Prozent auf 766,73 Punkte ab.

So fielen beispielsweise die Papiere des Autobauers Toyota um 7,4 Prozent. Der Konzern hat seine Produktion in den japanischen Werken bis mindestens Mittwoch dieser Woche eingestellt. Die Aktien von Honda gingen um 3,91 Prozent zurück und Sony verlor gar 8,86 Prozent. Die Tepco-Papiere, Betreiber von Fukushima 1, sind weiterhin vom Handel ausgesetzt.

Die japanische Notenbank pumpt, um die Finanzmärkte weiter zu beruhigen, Geld in den Markt. Nachdem die Notenbank bereits am Montag 15 Billionen Yen (rund 130 Milliarden Euro) ausgegeben hatte, schoss sie am Morgen weitere fünf Billionen Yen (rund 44 Milliarden Euro) nach und verkündete zudem am Mittag, dass noch am selben Tag zusätzliche drei Billionen Yen (rund 26 Milliarden Euro) folgen werden.

Die verheerenden Nachrichten vom Atomkraftwerk Fukushima 1 hatten den Kurssturz ausgelöst. Nach der Explosion im Reaktor 2 soll die radioaktive Strahlung auch in der Nähe von Tokio angestiegen sein. Zudem brach in Block vier Feuer aus.

Bild von tenaciousme

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