Konjunktur: Harter Winter bremst Aufschwung

Das Wachstum der Wirtschaft in Deutschland hat zum Jahresende 2010 leicht abgeschwächt. Doch der Trend bleibt positiv, denn in allen Quartalen war das vergangene Jahr besser als das Krisenjahr 2009.

Eis, Schnee und der frühe Wintereinbruch hatten den deutschen Wirtschaftsaufschwung zum Jahresende 2010 gebremst. Vor allem die Baubranche war von dem strengen Winter betroffen. Im vierten Quartal des vergangenen Jahres legte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) nach Angaben des Statistischen Bundesamt in Wiesbaden preis-, saison- und kalenderbereinigt nur um 0,4 Prozent zum Vorquartal zu.

Im Januar war die Behörde in einer ersten Schätzung noch von rund 0,5 Prozent Wachstum ausgegangen. Trotz dieser Abschwächung blieb der Trend aber positiv, denn in allen Quartalen lag die Wirtschaftsleistung deutlich über 2009. So stieg im letzten Vierteljahr des abgelaufenen Jahres das preisbereinigte BIP im Vergleich zum vierten Quartal des Vorjahres um 4,0 Prozent. Für 2010 bestätigten die Statistiker ein Wirtschaftswachstum von 3,6 Prozent.

Trotz des kleinen Dämpfers rechnen zahlreiche Experten zu Jahresbeginn 2011 mit einem spürbaren Wachstum. Denn die Bauaufträge können bei milderem Wetter schnell nachgeholt werden. Zudem deutet der Ifo-Geschäftsklimaindex auf einen Aufschwung hin. Zu Jahresbeginn stieg das wichtigste deutsche Konjunkturbarometer auf den höchsten Stand seit der Wiedervereinigung.

Bild von Spunkr.

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