Jemen: Präsident Ali Abdullah Salih akzeptiert seinen Rücktritt

Der jemenitische Präsident Ali Abdullah Salih hat nach wochenlangen Unruhen einem Machtverzicht im Prinzip zugestimmt. Nach Angaben des US-Nachrichtensender „CNN“ akzeptiere auch die Opposition prinzipiell den Vorschlag des Golfkooperationsrats. Die Übereinkunft gesteht Salih und seinem Gefolge Straffreiheit zu. Salih habe diese aber noch nicht unterzeichnet, berichtet „CNN“ unter Berufung auf einen hohen Beamten des jemenitischen Außenministeriums weiter. Innerhalb von 30 Tagen soll er zurücktreten.

Zunächst soll nun Vizepräsident Abed Rabbo Mansur Hadi die Macht übernehmen. Ein Sprecher der jemenitischen Botschaft in Washington soll gegenüber dem US-Nachrichtensender erklärt haben, dass die Opposition das endgültige Abkommen akzeptieren müsse, bevor Salih unterzeichnen werde. Die Regimegegner hatten in der Vergangenheit immer wieder eine Straffreiheit für Salih und seine Familie ausgeschlossen.

Seit mehr als zwei Monaten dauern die Proteste gegen den Staatschef an. Über 100 Menschen sollen dabei von Salih-Anhängern und Sicherheitskräften getötet worden sein, weitere Tausende wurden verletzt. Salih herrscht seit mehr als 30 Jahren über das Land. Nun verlangt die Opposition den sofortigen Rücktritt des Präsidenten. In einer Erklärung des Weißen Hauses hieß es, dass die USA die Rücktrittsankündigung Salihs begrüße. Demnach unterstütze Washington eine friedliche Machtübergabe.

Bild von Sallam

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