Jeder zehnte Versicherer fällt bei Stresstest durch

Aus dem zweiten Stresstest für die Versicherungs-Branche, den die europäische Versicherungsaufsicht Eiopa am Montag in Frankfurt vorgestellt hat, geht hervor, dass jeder zehnte Versicherer in Europa bei einer schweren Krise ernsthafte Probleme mit den künftigen Kapitalvorschriften bekäme.

Demnach würden fallende Aktienkurse, stark sinkende Zinsen, sinkende Immobilienwerte sowie hohe Katastrophenschäden 13 der untersuchten 129 Konzerne und Unternehmen unter die Mindestkapitalschwelle drücken. Diese soll voraussichtlich ab dem Jahr 2013 mit dem Regelwerk „Solvency II“ eingeführt werden. Den Angaben zufolge hatten zehn Unternehmen einen Inflationsschock nicht überstanden. Sechs Konzerne seien bei der Simulation einer Staatsanleihen-Krise durchgefallen, teilte man weiter mit. Einige Unternehmen seien dabei gleich an mehreren Szenarien gescheitert. Allerdings haben 90 Prozent der Versicherungen in den Stresstests jedes der geprüften Szenarien überstanden.

Insgesamt 221 Versicherer aus der Europäischen Union sowie aus der Schweiz, Norwegen, Island und Liechtenstein hatten sich an den Stresstests beteiligt. Dem Eiopa zufolge machen sie zusammen mehr als 60 Prozent des europäischen Versicherungsmarktes aus.

Bild von Miala

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Comments

  1. Michael Berg says:

    Mehr als die bloße Anzahl der “Durchfaller” interessiert das deutliche Ergebnis – WER ist durchgefallen?

    • M.Kolditz says:

      Da unter anderem die Solvency-II-Bedingungen deutlich härter als die aktuell geltenden Regeln seien, habe man darauf verzichtet, Ergebnisse einzelner Unternehmen oder Länder zu präsentieren.

    • Peter Büscher says:

      Es wäre doch interessant zu wissen welche von den deutschen Versicherungsunternehmen den Test nicht bestandeen haben!!

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